Der österreichische Elektrotechnik-Großhändler Schrack Technik wertet seine stationäre Präsenz auf. Eine dedizierte Store-Seite auf der Unternehmenswebsite deutet auf eine Neupositionierung oder Expansion des Filialnetzes hin.
Dieser Schritt wirkt kontraintuitiv: Der Elektrogroßhandel verlagert seine Umsätze seit Jahren ins E-Business. Digitale Plattformen versprechen schnellere Bestellung, verfügbare Lagerbestände und unkomplizierte Beschaffung – besonders für Installationsbetriebe mit hohem Zeitdruck. Schrack Technik widerspricht diesem Trend bewusst.
Für den B2B-Fachhandel bedeutet das: Der Großhändler setzt offenbar auf einen hybriden Ansatz. Stationäre Filialen bleiben Anlaufstelle für Kunden mit Ad-hoc-Bedarf, Beratungswunsch oder Zahlungsunfähigkeit im digitalen Kanal. Das klassische Handwerk – Installateure, Elektrofachbetriebe – nutzt beide Kanäle parallel. Eine reine Online-Strategie scheint für Schrack Technik damit nicht ausreichend. Dies könnte ein Signal sein, dass Elektroinstallationsbetriebe ihre Lieferanten-Mehrwerte neu bewerten: Verfügbarkeit vor Ort gewinnt an Stellenwert.
