Die Bundesnetzagentur hat am 22. Juli 2026 eine interaktive Deutschlandkarte zur Versorgungsqualität der Verteilernetzbetreiber veröffentlicht. Das neue Transparenz-Instrument zeigt erstmals vergleichend, wie zuverlässig einzelne Netzbetreiber arbeiten, wie schnell sie Netzanschlüsse herstellen und wie konsequent sie auf Digitalisierung setzen.

„Mit der Karte zur Versorgungsqualität schaffen wir Transparenz über die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit, also die Energiewendekompetenz und den Digitalisierungsgrad der Verteilernetzbetreiber. So setzen wir Anreize für Verbesserungen", sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

Die Karte enthält die wichtigsten Kennzahlen zur Versorgungsqualität: Sie zeigt, wie lange ein Netzbetreiber durchschnittlich für die Herstellung von Netzanschlüssen benötigt, welche Bereiche des Netzbetriebs digitalisiert sind, und wie viele Minuten ein Letztverbraucher im Durchschnitt in einem Netzgebiet von Versorgungsunterbrechungen betroffen war.

Die Kennzahlen beziehen sich auf das Jahr 2024 und werden jährlich auf der Grundlage der Datenerhebungen im Rahmen der Qualitätsregulierung aktualisiert. Die Bundesnetzagentur will mit der Karte Anreize für eine höhere Leistungsfähigkeit der Netzbetreiber schaffen und macht die Fortschritte bei der Umsetzung der Energiewende für Branche, Verbraucher und Regulierungsbehörden sichtbar.

Für Elektrofachbetriebe, die Photovoltaikanlagen, Wallboxen oder andere Infrastruktur installieren, sind die regionalen Unterschiede bei Anschlusszeiten und Digitalisierung direkt relevant. Die neue Transparenz könnte Druck auf Netzbetreiber aufbauen, die bei diesen Kriterien hinterherhinken.

Die Karte wird fortlaufend weiterentwickelt. Die Deutschlandkarte sowie weitere Informationen sind unter www.bundesnetzagentur.de/gbk-aktuell abrufbar.