Die Bundesinnung Elektrotechnik macht Ernst: Sie informiert Lehrbetriebe und Ausbilder in den Bereichen Elektro, Gebäude, Alarm und Kommunikation zu ihrer Rolle bei der Bewältigung des Fachkräftemangels. Im Kern geht es um eine unbequeme Frage – können Österreichs Ausbildungseinrichtungen überhaupt noch mithalten?

Der Druck kommt von mehreren Seiten. Die Energiewende beschleunigt die Nachfrage nach qualifizierten Elektrofachleuten. Gleichzeitig fehlen bundesweit ausgebildete Handwerker. Lehrbetriebe berichten von schwierigeren Bewerbungslagen und längeren Vakanzen. Der Markt für Fachkräfte ist eng wie selten.

Für Betriebe bedeutet das konkret: Wer jetzt nicht in Ausbildung investiert – sei es durch Lehrplätze oder bessere Bedingungen für Ausbilder – verliert mittelfristig den Anschluss. Die Bundesinnung signalisiert damit auch, dass die Branche selbst handeln muss, nicht nur auf staatliche Interventionen warten kann.

Die Initiative zeigt: Die Elektrohandwerks-Infrastruktur steht auf dem Prüfstand. Jeder Betrieb muss sich jetzt fragen, ob er Teil der Lösung sein kann.