Die Elektrotechnik Waldemar Müller GmbH & Co. KG aus Augsburg verbindet klassisches Elektrohandwerk mit dem Trend zur Gebäudeautomation. Der mittelständische Betrieb wurde in der Augsburger Allgemeinen als Beispiel genannt, wie regionale Elektrofachbetriebe die steigende Nachfrage nach KNX-Bus-Lösungen und vernetzter Haustechnik bedienen – und dabei gleichzeitig als anerkannter Ausbildungsbetrieb Nachwuchskräfte qualifizieren.

Der Betrieb zeigt, dass auch kleinere Handwerksbetriebe im hart umkämpften Smart-Home-Markt erfolgreich agieren können. Entscheidend ist dabei die Kombination aus fachlicher Kompetenz in der Elektroinstallation und der Fähigkeit, komplexe Automatisierungssysteme zu planen und zu installieren. Gerade bei Neubauten und Sanierungen fragen Bauherren vermehrt nach integrierten Lösungen, die Beleuchtung, Heizung, Verschattung und Energiemanagementsysteme zentral steuern.

Die gleichzeitige Positionierung als Ausbildungsbetrieb ist für die Branche von Bedeutung. Der Fachkräftemangel im Elektrohandwerk wird durch die zunehmende Komplexität der Installationen verschärft. Wer heute ausbildet, braucht nicht nur Know-how in klassischer Elektrotechnik, sondern auch in Bussystemen, Netzwerkprotokollen wie Zigbee und der Integration von Photovoltaikanlagen mit Gebäudeautomation. Betriebe wie Müller Elektro zeigen, dass sich die Investition in Ausbildung und technische Weiterbildung langfristig auszahlt.

Für Elektrofachbetriebe, die in das Smart-Home-Segment einsteigen wollen, empfiehlt sich eine schrittweise Erweiterung des Leistungsspektrums. Schulungen bei Herstellern wie Gira, Jung oder Busch-Jaeger bieten den Einstieg in KNX-Programmierung und Systemintegration. Parallel dazu ermöglichen Partnerprogramme mit Anbietern wie ABB oder Siemens Zugang zu Planungstools und technischem Support.

Die Augsburger Elektrotechnik Waldemar Müller steht exemplarisch für eine Entwicklung, die viele regionale Handwerksbetriebe vor die Wahl stellt: entweder in neue Kompetenzen investieren oder Marktanteile an spezialisierte Smart-Home-Integratoren verlieren. Der Ansatz, Ausbildung und technologische Weiterentwicklung zu kombinieren, sichert nicht nur Fachkräfte, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit in einem digitalisierten Markt.